Die 2. Mannschaft der SG Oberliederbach steckt nach der vierten Niederlage in Serie tief im Tabellenkeller der A-Liga. Nach dem neuerlichen 4:6 schrillen im Sportpark Liederbach schon ein wenig die Alarmglocken, allerdings gibt es auch Erklärungen für die aktuelle Ergebniskrise.
Das Spiel begann mit einer in der Defensive sehr schläfrigen Zwooden und einer Schwanheimer Angriffsreihe, die zu den Besseren der Liga gehört. Bereits nach sechs Spielminuten hatten Torjäger Mahler und Masih Liederbacher Fehler ausgenutzt und auf 0:2 gestellt.
Erst jetzt fing sich die SGO gegen weit aufrückende Gäste etwas und verzeichnete ihrerseits erste Chancen. Larsen Pfuhz hätte in der 13, Minute frei vor dem Torwart zwingend den Anschluss herstellen müssen, doch scheiterte er an der starken Reaktion von Rautstein. Besser machte es dann in der 20. Minute Taylan Subatli, der ebenfalls alleine auf den Gästekeeper zulief und sicher zum Anschluss einschob.
Die Hoffnung hielt aber nicht lange, denn El Marini stellte wenige Minuten später nach einer weiteren Unaufmerksamkeit den alten Abstand wieder her. Doch auch die Zwoode war nun einfach besser im Spiel. Nach einer Ecke stieg Jan Rasputin am höchsten, und über die Schulter eines Schwanheimers landete der Ball zum 2:3 im Kasten.
Doch analog zum ersten Anschlusstor kassierte die Elf von Trainer Juri Pavlenko, der sich dieses Mal selbst in die Startelf beorderte, den sofortigen Nackenschlag. Der routinierte Mahler zeigte sich erneut abschlusssicher und traf zum 2:4-Pausenstand.
Derselbe Spieler entschied die Begegnung in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel auch eigentlich. Mit zwei starken Lupfern über den bemitleidenswerten Maximilian Lehmann hinweg stellte er schnell auf 2:6. Dies führte bei den Gästen aber ein wenig zu einem unerwarteten Schlendrian.
Der eingewechselte Nils Hemberger verkürzte mit seinen ersten beiden Treffern bis zur 71. Spielminute jeweils aus kurzer Distanz auf 4:6. Plötzlich keimte auf Liederbacher Seite wieder ein wenig Hoffnung auf. Bis zum Spielschluss konnte man sich aber keine klare Torchance mehr herausspielen. Im Gegensatz dazu hätten die Gäste aber gut und gerne noch das ein oder andere Tor erzielen können, scheiterten aber an Lehmann oder ihrer eigenen Unzulänglichkeit.
Am Ende stand ein verdientes 4:6, für das es einige Gründe zu nennen gibt. Wenn alleine sieben potentielle Stammspieler (Le, Glowitzki, Kalogiros, Thomaidis, Krebs, Frank, Pfitzmayer) verletzungs- oder urlaubsbedingt fehlen, dazu Christian Wolny noch nicht spielberechtigt ist, wird es eben qualitativ eng. Noch dazu mangelt es aus denselben Gründen an Unterstützung aus dem Kader der 1. Mannschaft, was die Sache nicht einfacher werden lässt.
In den kommenden beiden Wochen hängen die Trauben beim FC Eddersheim III und gegen den FC Türk Kelsterbach II auch sehr hoch…
Aufstellung SGO II:
Lehmann – Henneberg (59. K. Contreras Gomez), M. Contreras Gomez (62. Tunur), Rasputin, Bredehöft – Tonians, Subatli (66. Wilson) – Ket. Reginold Jeyasiri (56. Hemberger), Moradi, Pfuhz – Pavlenko (59. Ghotra).
Tore: 0:1 Mahler (5.), 0:2 Masih (6.), 1:2 Subatli (20.), 1:3 El Marini (26.), 2:3 Rasputin (31.), 2:4, 2:5 und 2:6 Mahler (33., 48. und 55.), 3:6 und 4:6 Hemberger (64. und 71.).
Tobias Merz
(Sportliche Leitung)
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