Die 2. Mannschaft der SG Oberliederbach hat nach zwei Siegen in Serie bei Alemannia Nied II wieder eine Niederlage kassiert und steht mit sechs erspielten Zählern am Tabellenende der Kreisliga A.
Die Pleite in Nied ist umso bitterer, da man sich alle drei Gegentore gegen einen dennoch ordentlich spielenden Gegner quasi selbst einschenkte. Bereits in der 1. Minute konnte sich die Pavlenko-Elf beim ganz stark reagierenden Maximilian Lehmann bedanken, der gegen den frei vor ihm auftauchenden Drehwald den frühen Rückstand vereitelte.
Die SGO hatte ihrerseits dann ganz früh in der Begegnung zwei gute Torszenen. Larsen Pfuhz schoss allerdings aus 16m mit zu großer Rücklage weit über den Kasten, dann tat es ihm Konstantinos Kalogiros nach schöner Vorarbeit von Debütant Carlos Garcia Barboza aus spitzem Winkel gleich. Hier wäre mehr drin gewesen. Auch in der 11. Minute hätte man in Führung gehen können, doch Emil Fröhlig scheiterte nach einer Frank-Ecke per Kopf am gut reagierenden Nieder Torwart, den Nachschuss setzte er dann auch drüber.
Den ersten Nackenschlag für die Zwoode verursachte dann eine verzweifelte 35m Bogenlampe von Grioli, die sich zur Überraschung aller am etwas orientierungslos zurücklaufenden Lehmann vorbei zum bitteren 1:0 im Netz wiederfand. Dann geschah eine Zeit lang nichts, bevor in der 31. Minute erneut Kalogiros den Nieder Torwart Pignone mit einem Aufsetzer prüfte. Den anschließenden Eckball von Jakob Frank verlängerte Lars Möller per Kopf auf den neben ihm postierten Bejan Moradi, der den Ball im Stehen aus 8m über den Innenpfosten zum verdienten 1:1 einnickte.
Die SGO spielte beflügelt zunächst weiter nach vorne. Jakob Frank prüfte Pignone per Fernschuss, jedoch erfolglos. Dann kamen die Gastgeber wieder ins Spiel. El Madih schoss in der 38. Minute zunächst an den Pfosten, den Nachschuss setzte Drehwald über das Liederbacher Tor. Hier hatte die SGO noch Glück, doch in der 41. Minute brachte ein kapitaler Fehlpass von Emil Fröhlig die Nieder wieder in Front. Retei scheiterte zunächst noch freistehend am überragend parierenden Lehmann, doch im Nachsetzten traf Qaswal über die Unterkante der Latte zum 2:1.
Ein abgefälschter Freistoß vom zweiten SGO-Debütanten Steven Cortez strich kurz vor dem Seitenwechsel am Pfosten vorbei, auf der Gegenseite hätte Retei mit einem Lupfer aus 11m gut und gerne auch noch das 3:1 erzielen können, doch landete der Ball auf dem Tornetz, so dass es zur Pause beim knappen 1:2 aus Sicht der Zwooden blieb.
Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Gastgeber dann Vorteile. Griolis Lupfer ging über das Tor, doch seine Freistoßflanke in der 55. Minute drückte Retei mit irgendeinem Körperteil zum 3:1 über die Linie. Die gesamte Liederbacher Verteidigung sah hierbei leider wieder ziemlich schlecht aus.
Die SGO gab aber nicht auf und erspielte sich über Kalogiros die nächste Chance. Seine Hereingabe verpassten Jakob Frank und Garcia Barboza denkbar knapp. Kurz darauf ging eine Freistoß-Flanke von Frank ebenfalls sehr knapp am langen Eck vorbei. Die beste Gelegenheit, noch einmal in die Partie zurückzukommen, vergab dann im Zusammenspiel mit Frank erneut Garcia Barboza, der freistehend vor Pignone scheiterte.
In der Folge fanden auch die Halbchancen von Burak Arslan und Emil Fröhlig den Weg ins Tor nicht, so dass so langsam die Zeit und der Glaube schwand. Jakob Franks Fernschuss knapp über das Tor und ein weiterer Kopfball des aufgerückten Emil Fröhlig waren dann die letzten Chancen für die SGO gegen Nieder, die am Ende nur noch darauf bedacht waren, ihren Vorsprung über die Zeit zu bringen.
Am Ende steht ein 1:3, das wahrlich nicht hätte sein müssen. Wer dem Gegner aber quasi drei Tore auflegt, darf sich in dieser Liga nicht wundern, ohne Zählbares heimkehren zu müssen.
Aufstellung SGO II:
Lehmann – Möller (56. Subatli), Rasputin, Fröhlig – Glowitzki, Cortez (90.+2. Tunur) – Kalogiros, Moradi (67. Arslan), Garcia Barboza – Pfuhz (37. Ghotra), Frank (87. Traios).
Tore: 1:0 Grioli (17.), 1:1 Moradi (32.), 2:1 Qaswai (41.), 3:1 Retei (55.).
Tobias Merz
(Sportliche Leitung)
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